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Problemfall Innenstädte: Landkreis Northeim will Zusammenarbeit ausbauen

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Die Kommunen im Landkreis Northeim wollen beim Kampf gegen den Leerstand noch enger zusammenarbeiten – auch Einbeck leidet seit langem unter dem Problem. In seiner nächsten Sitzung soll der Kreistag nun grünes Licht für den Betrieb eines kreisweiten Innenentwicklungskatasters geben. Darin könnten z.B. Leerstände und Brachflächen in den Zentren erfasst werden, die für eine neue Nutzung in Frage kommen. Der zuständige Bauausschuss des Landkreises hat vor wenigen Tagen bereits den Weg frei gemacht. Die Zusammenarbeit soll in einer Kooperationsvereinbarung geregelt werden, die die Kreisverwaltung mit Aufbau und Pflege des Katasters beauftragt. „Ziel ist es, die Kommunen durch die Kooperation zu entlasten und zu unterstützen“, schreibt die Kreisverwaltung.  Fast wirkt es, als würde Leerstand in der Einbecker Innenstadt zum unendlichen Problem - Hoffnung macht die engere Kooperation der Kommunen im Landkreis Northeim. Auch Bürgerinnen und Bürger sollen das Kataster einsehen können – alle...

Gutachten: Einbeck fehlen mehr als 1.000 Wohnungen für Senioren

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Angesichts sinkender Einwohnerzahlen geht in Einbeck auch der Wohnungsbedarf zurück – das stellen die Gutachter des Hamburger GEWOS-Instituts im Wohnraumversorgungskonzept für den Landkreis Northeim fest. Auf zwei wichtigen Feldern sehen die Experten allerdings Nachholbedarf: bei kleinen, preisgünstigen Unterkünften und bei barrierearmen Wohnungen, von denen besonders Seniorinnen und Senioren profitieren würden. Laut Gutachten braucht Einbeck 1.300 weitere barrierereduzierte Angebote. Das ist der höchste Bedarf aller untersuchten Kommunen im Landkreis Northeim. Barrierearme Wohnungen, wie hier am Petersilienwasser, sind in Einbeck Mangelware. Barrierearmes Wohnen: Im Landkreis Northeim benötigen laut Gutachten rund 7.200 Haushalte eine  barrierereduzierte Wohnung. Vorhanden sind nur 2.300 Wohnungen, sodass sich eine rechnerische Lücke von 4.900 Wohnungen ergibt. „Es lässt sich festhalten, dass in allen Kommunen der ermittelte Bedarf den Bestand an barrierearmen Wohnungen übersteigt...

Stadtverwaltung kann weiterhin mit Familienfreundlichkeit werben

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Das Thema klingt trocken, ist aber wichtig: Wenn der Einbecker Rat die „Zertifizierung der Stadtverwaltung Einbeck durch das Audit berufundfamilie“ zur Kenntnis nimmt, wird es keine emotionale Debatte geben. Aber: Die Attraktivität der Stadt als Arbeitgeber beeinflusst maßgeblich, wie viel Leistung Bürgerinnen und Bürger in Zukunft vom Rathaus erwarten können. Und genau darum geht es bei der Zertifizierung: Sie bescheinigt, dass sich die Verwaltung um familienfreundliche Arbeitsbedingungen bemüht. Ein wichtiger Faktor, um genügend qualifizierte Beschäftigte zu gewinnen. Der Bedarf an neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist hoch – das zeigte bereits der Personalbericht 2024. 128 Beschäftigte der Stadt hatten ihren 57. Geburtstag demnach bereits gefeiert und steuerten auf den Ruhestand zu (Stichtag: 31.12.2023). Anders gesagt: Die Stadt muss in den nächsten Jahren fast jede dritte der gut 400 Stellen neu besetzen. Alternativ kann sie Aufgaben streichen oder auslagern. Voraussetzung f...

Weniger Grundschüler – aber die Schulstandorte sind sicher

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Trotz sinkender Schülerzahlen und weniger Einschulungen sollen alle Einbecker Grundschulstandorte auf absehbare Zeit bestehen bleiben. Das ist die wichtigste Schlussfolgerung aus der Fortschreibung des Schulentwicklungsplans, mit der sich in wenigen Tagen der zuständige Ratsausschuss beschäftigt. Grundlage sind die aktuellen Geburtenzahlen von November 2024. Auch die getrennten Einschulungen in Kreiensen und Greene soll es demnach weiterhin geben. „Die Schulanfängerzahlen für die Grundschule Kreiensen und die Außenstelle Greene zeigen insgesamt eine Dreizügigkeit im ersten Schuljahrgang bis zum Jahr 2030. Somit finden die Einschulungen aus dem Einzugsgebiet der Grundschule Greene weiterhin in Greene als Außenstelle der Grundschule Kreiensen statt“, heißt es in der Vorlage der Verwaltung.  Bleibt wohl Einbecks schülerstärkste Grundschule: die Geschwister-Scholl-Schule in der Südstadt. Zum Schuljahr 2030/31 ist in Kreiensen demnach mit 34 Erstklässlerinnen und Erstklässlern und rechn...

Kreistag beschließt Finanzhilfe für Assistenzportal

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Der Landkreis Northeim fördert das geplante Assistenzportal für Pflegebedürftige und Angehörige mit insgesamt 275.000 Euro bis 2031. Das hat der Kreistag einstimmig entschieden. Das Portal soll 2026 an den Start gehen und Pflegebedürftige sowie ihre Familien mit Helferinnen und Helfern zusammenbringen. Aktuell baut der Verein Pro Inklusion e.V. das digitale Portal bereits auf – finanziert vom Bundesforschungsministerium. Die Zuschüsse des Landkreises sind daran gebunden, dass der Verein weitere Geldgeber für das Gesamtprojekt findet – Pro Inklusion setzt hier auf die Aktion Mensch. Hilfe für Senioren und pflegende Angehörige soll das geplante Assistenzportal bringen. Die notwendige finanzielle Förderung hat der Kreistag beschlossen. Foto: Rainer Sturm / Pixelio Das Portal soll Pflegebedürftige und Angehörige durch die unbürokratische Vermittlung von Hilfe per App entlasten und so möglichst lange ein selbstbestimmtes Leben ermöglichen. Die Kreisverwaltung macht in der Beschlussvorlage d...

Politik macht den Weg frei für Neubau am Weinberg

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Die Einbecker Politik räumt rechtliche Hindernisse für neue Bauplätze am Weinberg aus dem Weg. In seiner jüngsten Sitzung beschloss der Stadtentwicklungsausschuss einstimmig den Bebauungsplan „Weinberg III“ und die Änderung des Flächennutzungsplans. Die Beschlüsse waren notwendig geworden, weil das Bundesverwaltungsgericht im vergangenen Jahr eine Bestimmung des Baugesetzbuchs und damit die Rechtsgrundlage für frühere Entscheidungen zum Weinberg für unzulässig erklärt hatte. Anfang Dezember muss nun noch der Stadtrat grünes Licht geben. Vorgesehen sind gut 20 Baugrundstücke am Alfred-Nobel-Ring am nordöstlichen Stadtrand.  Baugebiet Weinberg III: Am Einbecker Stadtrand sollen bald 20 Grundstücke zum Verkauf stehen. „In Art und Weise soll sich die Wohnbebauung nicht wesentlich von den umliegenden Wohngebieten unterscheiden“, heißt es im Bebauungsplan. Laut Stadtverwaltung kann es nach den Beschlüssen mit den archäologischen Arbeiten und der Erschließung des Baugebiets weitergehen. W...

Assistenzportal soll Angehörige entlasten: Echtbetrieb ab 2026 geplant

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Der Pflegebedarf wächst im Landkreis Northeim – das zeigt der Pflegereport 2024, mit dem sich der Kreistag am Freitag, 25. Oktober, beschäftigt. Eine erste Konsequenz: Der Verein Pro Inklusion e.V. will mit seinem geplanten Assistenzportal für Pflegebedürftige und Angehörige ab 2026 in den Echtbetrieb gehen. Der Landkreis soll dabei einen Teil der Finanzierung übernehmen, wie aus einem Schreiben an Landrätin Astrid Klinkert-Kittel hervorgeht. „Damit pflegebedürftige und behinderte Menschen sowie ihre Angehörigen ein selbstbestimmtes Leben in Würde führen können, wird neben professioneller Pflege und Hilfe vor allem die regelmäßige, flexible und unbürokratische Unterstützung und Entlastung im Alltag durch viele helfende Hände benötigt“, schreibt Peter Traupe, Vorsitzender von Pro Inklusion. Unterstützung für pflegende Angehörige soll im Landkreis Northeim ein Portal zu Vermittlung von Helferinnen und Helfern bringen. Foto: Rainer Sturm / Pixelio Die Idee des digitalen Assistenzporta...

Immer weniger Zeit für ambulante Pflege

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Ambulante Pflegedienste im Landkreis Northeim betreuen immer mehr Kundinnen und Kunden – und haben für die einzelnen Pflegebedürftigen immer weniger Zeit. Das zeigt der Pflegebericht 2024 für den Kreistag. Von 2011 bis 2021 stieg die Zahl ambulanter Pflegefälle demnach um zwei Drittel von gut 1.800 auf mehr als 3.000. Gewachsen ist auch die Zahl der Pflegekräfte – allerdings hält der Anstieg um 16 Prozent mit der Nachfrage nicht Schritt. Konsequenz: Es muss schneller gehen. Durchschnittlich 55 Minuten pro Tag konnten die ambulanten Pflegekräfte 2021 in die Versorgung eines Pflegebedürftigen investieren. 24 Minuten weniger als noch 2011. Wegezeiten sind darin bereits enthalten.  Neun ambulante Pflegedienste listet der Landkreis-Report für Einbeck auf - darunter die Sozialstation am Bürgerspital. Auffällig: Trotz steigenden Bedarfs arbeitet nur eine Minderheit der Pflegekräfte in Vollzeit. „Dieser Anteil nahm im betrachteten Zeitraum von 19 Prozent im Jahr 2011 auf 17 Prozent im Jahr...

Einbecks Grundschullandschaft bleibt stabil

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Alle Grundschulstandorte im Einbecker Stadtgebiet sind bis Ende des Jahrzehnts gesichert. Das bestätigt die Fortschreibung des Schulentwicklungsplans, die der Schulausschuss vor wenigen Tagen beschlossen hat. Grundlage des Plans ist die Geburtenstatistik. Demnach verlieren die Grundschulen zwar bis zum Schuljahr 2029/30 insgesamt knapp 100 Schüler. Kritische Grenzen werden aber nirgendwo unterschritten. Als Wackelkandidat hatte noch vor einigen Jahren beispielsweise der Standort „Auf dem Berge“ in Wenzen gegolten. Nun heißt es: „Aufgrund der zu erwartenden Schulanfängerzahlen kann der Schulstandort Auf dem Berge weiterhin erhalten werden, da bis zumindest 2029 die Einzügigkeit der Schule in allen vier Jahrgängen gewährleistet ist.“ Die Geschwister-Scholl-Schule: Laut Geburtenstatistik werden hier künftig die meisten Grundschüler unterrichtet. Ähnlich die Lage am Standort Greene, einer Außenstelle der Grundschule Kreiensen. „An der Außenstelle Greene können ebenfalls weiterhin bis zunäc...

Südstadt-Baugebiet am Deinerlindenweg füllt sich

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In das Baugebiet am Deinerlindenweg in der Einbecker Südstadt kommt Leben. Zwei Häuser stehen bereits, ein weiteres ist im Bau. Laut Homepage der Niedersächsischen Landgesellschaft (NLG), die die Grundstücke vermarkt, sind derzeit noch zwei Bauplätze frei, sechs weitere gelten als „reserviert“. „Wenn nichts dazwischen kommt, werden in der kommenden Woche die Bauplätze 3, 11 und 12 verkauft werden“, teilt die NLG mit.  Die noch unverkauften Grundstücke auf dem ehemaligen Areal der Stadtgärtnerei haben Größen zwischen 579 und 787 Quadratmetern. Die Preise liegen bei 104.000 bis 138.000 Euro.  Neben 12 Eigenheimen sollen Mehrfamilienhäuser entlang des Mühlenkanals entstehen. Eine Fußgängerbrücke über das Gewässer ist nach Auskunft der Stadtverwaltung gerade im Bau.  Die innenstadtnahe Lage des Areals gilt als vorteilhaft, weil sie für eine alternde Bevölkerung kurze Wege zu Geschäften oder Ärzten verspricht. Zugleich befinden sind der Kindergarten Deinerlinde und die Geschwi...

Mehr junge Köpfe im Rathaus

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Die Einbecker Stadtverwaltung wird jünger. Durchschnittlich 45 Jahre alt waren die Beschäftigten von Ämtern, Kitas oder Museum Ende vergangenen Jahres. Das ist der niedrigste Wert seit 2016 – so weit reichen die Personalberichte in der heutigen Form zurück. Das sinkende Durchschnittsalter kann als Zeichen gelten, dass sich die Stadt im Wettbewerb um knapper werdende Arbeits- und Nachwuchskräfte behauptet. Höher als in der Verwaltung liegt das Durchschnittsalter beim Bauhof (50 Jahre) und bei der Stadtentwässerung (49 Jahre).  Zur Verjüngung trägt bei, dass die geburtenstarken Jahrgänge („Babyboomer“) bereits nach und nach aus dem Arbeitsleben ausscheiden. Florian Schröder, Vertreter der Bürgermeisterin: „Dass der Altersschnitt sinkt, erklärt sich dadurch, dass die Ruhestandswelle schon rollt und wir Stellen von Ruheständlern mit Jahrzehnte jüngeren Nachwuchskräften besetzen.“ Die Zahl der Auszubildenden hat sich seit 2016 von 9 auf 18 verdoppelt. Parallel zur Verjüngung ist die Ver...

„Alles steht und fällt mit dem Personal“

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Einbecks Schuljahrgänge werden kleiner – umso wichtiger ist der Lernerfolg jedes Einzelnen. An der Geschwister-Scholl-Schule in der Südstadt lernen derzeit 215 Mädchen und Jungen – unter ihnen in jeder Jahrgangsstufe Kinder mit unterschiedlichen Förderbedarfen und rund 40 Prozent Schülerinnen und Schüler mit ausländischem Pass. Rektorin Anja Sehlen sieht die Vielfalt als große Chance, andere Kulturen und einen gemeinsamen Alltag kennenzulernen. Sie sieht aber auch Verbesserungsbedarf. „Alles steht und fällt mit dem Personal, das wir in allen Grundschulen zu wenig haben“, sagt sie. Wünscht sich Verstärkung durch Klassenassistenzen: Rektorin Anja Sehlen von der Geschwister-Scholl-Schule. Beispiel Schulsozialarbeit: „Wir haben eine ganz tolle Kollegin – aber leider nur mit einer halben Stelle an unserer Schule. Eine ganze Stelle wäre deutlich angemessener“, meint die Rektorin. Schulsozialarbeiter unterstützen Schülerinnen und Schüler bei individuellen schulischen und familiären Problemen ...

12 Klassen: Rekord an der Geschwister-Scholl-Schule

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Die Geschwister-Scholl-Schule ist in diesem Schuljahr so gut ausgelastet wie nie. Mit drei ersten Klassen und einer 15-köpfigen Gruppe im Schulkindergarten steigt die Zahl der Klassen auf 12. Das ist Rekord – sagt Rektorin Anja Sehlen. 215 Mädchen und Jungen besuchen die Einrichtung. Insgesamt knapp 60 von ihnen gehen in den ersten Jahrgang, sodass die ABC-Schützen wie im vergangenen Jahr auf drei Klassen aufgeteilt werden konnten. Für Anja Sehlen ist das eine gute Ausgangslage. „Der vorgegebene Klassenteiler von 27+1 ist aus meiner Sicht viel zu hoch. Maximal 21 Schüler wären gut, um allen Kindern in einer heutzutage sehr heterogenen Klasse, in der zusätzlich inklusiver Unterricht stattfindet, gerecht zu werden“, sagt sie. In den kommenden Jahren geht die Schülerzahl an der Königsberger Straße voraussichtlich leicht zurück. Laut Geburtenstatistik (Stand: November 2023) ist im Schuljahr 2029/30 mit 42 Erstklässlern und insgesamt 204 Schülerinnen und Schülern zu rechnen. Mit zusätzliche...

Gegen Ärztemangel: Kreistag beschließt Medizin-Stipendien und Gründungszuschüsse

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Der Landkreis Northeim fördert die ärztliche Versorgung künftig mit Medizin-Stipendien und Gründungszuschüssen für Ärzte. Das hat der Kreistag mit breiter Mehrheit beschlossen. Hintergrund: Die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen (KVN) rechnet in den kommenden Jahren mit einem Mangel bei Haus- und Fachärzten. Im Bereich Einbeck wird der Versorgungsgrad der Hausärzte bis 2035 demnach von heute 116 Prozent auf 80 bis 90 Prozent sinken. Patientinnen und Patienten berichten schon heute von Problemen, eine passende Praxis zu finden. Bei den Fachärzten gilt unter anderem die Versorgung mit Augenärzten, Hautärzten, Urologen und Nervenärzten als problematisch. Foto: Freepik Medizin-Stipendien: Vorgesehen sind pro Jahr zwei Stipendien in Höhe von je 450 Euro monatlich. Im Gegenzug müssen die Ärztinnen und Ärzte nach ihrem Studium für eine Mindestzeit im Landkreis Northeim zu arbeiten. Die Verpflichtung gilt für bis zu 50 Monate und kann beispielsweise in einer kassenärztlichen Praxis oder...

Stadtverwaltung pocht auf Neubau-Option für Vogelbeck

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Wo sind künftig noch Neubaugebiete möglich und wo nicht? Darum geht es am kommenden Mittwoch im Einbecker Stadtrat, wenn das Kommunalparlament über das neue Raumordnungsprogramm für den Landkreis Northeim berät. Laut Entwurf sollen größere Neubauflächen in Zukunft nur noch in ausgewählten Orten entstehen können. Im Einbecker Stadtgebiet gehören neben der Kernstadt (Mittelzentrum) auch Kreiensen (Grundzentrum) sowie Greene, Salzderhelden und Juliusmühle dazu. Auf der Liste fehlt bislang: Vogelbeck. Und genau daran entzündet sich in Einbeck Kritik. „Vogelbeck ist durch seine gute verkehrliche Lage an der Bundesstraße B 3 und seine relativ kurze Entfernung zur Kernstadt Einbeck mit den hier vorhandenen Arbeitsplätzen weiterhin als Wohnstandort prädestiniert“, schreibt die Verwaltung in ihrer Vorlage für den Rat. Nach dem geltenden Raumordnungsprogramm habe sich Vogelbeck mit mehreren Wohngebieten nördlich der Hagebuttenstraße in diese Richtung entwickelt. Die letzten 11 Grundstücke im jün...

Bürgerbeteiligung zum Raumordnungsprogramm: Wie weiter mit den Neubaugebieten?

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In dieser Woche ist die Beteiligung zum Raumordnungsprogramm für den Landkreis Northeim gestartet. Anders gesagt: Bürgerinnen und Bürger können ihre Meinung zu vielen sperrigen, aber wichtigen Themen einbringen – von der Mobilität über die Windenergie bis zum Wohnen. Bei sinkenden Einwohnerzahlen besonders knifflig ist die Frage, wo künftig noch Neubaugebiete entstehen sollen. Der Entwurf des Raumordnungsprogramms mahnt dabei zur Zurückhaltung – und sieht gleichzeitig etliche Ausnahmen vor. Die Unterlagen liegen bis zum 13. November beim Landkreis Northeim aus. Stellungnahmen sind zwei Wochen länger möglich. Nur zwei Kilometer trennen Juliusmühle (Stadt Einbeck) und Markoldendorf (Stadt Dassel). In beiden Orten sollen auch künftig Bauplätze über den Eigenbedarf hinaus ausgewiesen werden dürfen.  Grundsätze: „Die Entwicklung von Wohn- und Arbeitsstätten soll vorrangig auf die Zentralen Orte und vorhandene Siedlungsgebiete mit ausreichender Infrastruktur konzentriert werden“, heißt e...

Stadtverwaltung: Mehr als 100 Beschäftigte vor dem Ruhestand

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Wie viele Arbeitgeber steht auch die Einbecker Stadtverwaltung vor dem Abschied der Babyboomer aus dem Erwerbsleben: Laut aktuellem Personalbericht haben 115 Beschäftigte (gut 28 Prozent) den 57. Geburtstag hinter sich und steuern somit auf den Ruhestand zu. Der aktuelle Wert (Stand: 31.12.2022) liegt unter dem Vorjahr (30 Prozent), jedoch deutlich über dem Jahr 2017 (25 Prozent). Als Babyboomer werden in Deutschland die geburtenstarken Jahrgänge ab Mitte der 1950er Jahre bezeichnet. Insgesamt zählte die Verwaltung Ende 2022 407 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Neues Rathaus - alte Verwaltung: Bei der Stadt Einbeck steuert mehr als jeder Vierte auf Rente oder Pension zu. Angesichts der anstehenden Ruhestandswelle sieht die Verwaltung hohen Bedarf, neue Beschäftigte zu gewinnen und Wissen weiterzugeben. Ausbildung und Personal-Marketing müssten Schwerpunkte der Personal-Arbeit bleiben, fordert der Bericht. Aktuell bildet die Verwaltung 19 Nachwuchskräfte aus (Vorjahr: 17). Uneinheitlic...

Städte im Landkreis Northeim wollen ihre Zentren gemeinsam retten

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Viele Stadtkerne im Landkreis Northeim leiden unter ähnlichen Problemen – nun wollen die Kommunen die Missstände gemeinsam angehen. Bis April 2024 wollen sie ein kreisweites Innenentwicklungsmanagement aufbauen und dazu Leerstände und Brachflächen systematisch erfassen. Das Besondere: Anders als bei einer früheren Erhebung in Einbeck soll das Kataster kontinuierlich gepflegt und somit aktuell gehalten werden. Das Bundesbauministerium fördert das Projekt mit insgesamt rund 616.000 Euro. In wenigen Tagen werden die Politiker der Städte und Gemeinden in einer gemeinsamen Online-Veranstaltung informiert.  Viele Zentren im Landkreis Northeim leiden unter Leerstand - hier ein Beispiel aus der Einbecker Marktstraße. Die Informationen für das Kataster soll nach Auskunft der Kreisverwaltung das Northeimer Planungsbüro Puche zusammentragen. Eine Vorlage für den Bauausschuss des Kreistags hebt die zentrale Bedeutung hervor: „Die Bereitschaft der Kommunen, ein zentrales digitales Innenentwickl...

Firmen finden immer schwerer Nachwuchs

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Von Pflege bis Handwerk: Nachwuchsmangel stellt viele Unternehmen in Südniedersachsen schon heute vor immense Probleme. Aktuelle Zahlen zeigen, dass Linderung nicht in Sicht ist. Im Gegenteil: Die Probleme dürften in den nächsten Jahren noch größer werden. Das gilt für den Landkreis Northeim ebenso wie für die Stadt Einbeck. Im Bezirk der Arbeitsagentur Göttingen kommen auf einen Interessenten derzeit 1,8 offene Lehrstellen. Die nächsten Jahre bringen weiter schrumpfende Bewerberjahrgänge. So sinkt die Zahl der 15- bis 25-Jährigen in Einbeck bis 2031 um rund ein Zehntel. An der BBS in Einbeck absolvieren viele Nachwuchskräfte den schulischen Teil ihrer Ausbildung. Doch der schon bestehende Mangel an Auszubildenden droht sich in den nächsten Jahren weiter zu verschärfen. Ausgangslage: Seit Beginn des laufenden Ausbildungsjahres haben die Arbeitgeber der Arbeitsagentur Göttingen insgesamt 2.726 Ausbildungsstellen gemeldet. Dem stehen 1.691 gemeldete Bewerberinnen und Bewerber gegenüber...

„Einbeck muss moderner und dynamischer werden“

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Smart City: So heißt das Projekt, mit dem Einbeck fit für die Zukunft werden will. Für das Förderprogramm des Bundes wurde die Stadt als eines von wenigen Mittelzentren im ländlichen Raum ausgewählt. 4,6 Millionen Euro stehen zur Verfügung, um Einbeck digitaler und nachhaltiger zu machen. Ab Januar soll das fünfköpfige Projekt-Team komplett sein. Smart-City-Koordinatorin Rebecca Spaunhorst über Bürgerbeteiligung, Abwanderung und die Innenstadt als Online-Shop. Sie sagt: „Alle sind eingeladen, Wünsche, Ideen und Fragen zur Digitalisierung und zur Zukunft von Einbeck einzubringen.“ Mitten in Einbeck: Smart-City-Koordinatorin Rebecca Spaunhorst auf dem Marktplatz. Foto: R. Spaunhorst Mit dem Smart-City-Projekt verbinden sich in Einbeck große Hoffnungen. Wie ist der Stand? Wir befinden uns in der Startphase und arbeiten an etlichen Baustellen gleichzeitig: Zum einen an der Strategie, die bis Juni 2023 vorliegen muss. Die Frist dafür wurde gerade um sechs Monate verlängert, weil es...